Im Ayurveda kommt der typgerechten Ernährung eine besondere Bedeutung zu. Sie soll dafür sorgen, dass die Nahrung vollständig verstoffwechselt wird und keine Stoffwechsel-Schlackenstoffe in den Geweben eingelagert werden.
In unserer modernen Zeit ist diesem Ideal oft schwer Rechnung zu tragen.
Um so wichtiger ist es zu wissen, wie solche Stoffwechsel-Schlacken wieder ausgeleitet werden können. Auch hier ist auf den eigenen Konstitutionstypen zu achten.

 

Der Vata-betonten Typ

sollte nicht zu streng fasten, denn er / sie hat keine Gewichtsprobleme und ist von Natur aus sensibler. Der zeitweise unruhige Stoffwechsel kann durch regelmässige, warme und beruhigende Mahlzeiten ausgeglichen werden. Heisses Wasser trinken aktiviert die Verdauung und leitet Toxine aus.

 

Das Frühstück besteht aus Hafer-, Griess- oder Reisbrei, gekochtem, süssem Obst oder auch Dinkeltoast mit Fruchtaufstrich (ohne Zucker). Dazu und auch über den Tag verteilt kann man Tee wie Vata Tee, Anis, Fenchel, frischem Ingwer, Hagebutte, Süssholz oder auch Rajas Cup trinken.

 

Zum Mittagessen gibt es Basmatireis, gedünstetes Gemüse mit Ghee und Chutney oder Kitchari.
Als Zwischenmahlzeit gleichen eine Tasse Tee, ein Cracker oder süsser Fruchtsaft die Unruhe aus.

 

Das Abendessen sollte aus einer frisch gekochten Gemüse- oder Reissuppe bestehen, zu der man eine Scheibe Vollkorn- oder Knäckebrot essen kann.

 

Bevorzugte Gewürze zum Ausgleich der Konstitution sind: Zimt, Ingwer, Nelken und Kardamom.

 

Die Herausforderung des dynamischen Pitta-Typs

besteht darin, die goldene Mitte zwischen Ruhe und Aktivität für sich zu finden und einen kühlen Kopf zu bewahren. Der Stoffwechsel ist häufig übersäuert und kann durch eine basische Ernährung ausgeglichen werden.

 

Zum Frühstück sind warmes Wasser und Tees wie Pitta Tee, Pfefferminze, Rose, Melisse oder Rajas Cup geeignet. Dinkeltoast mit süssem Fruchtaufstrich (ohne Zucker) oder alternativ ein herzhafter Aufstrich beruhigen die feurige Natur.

 

Das Mittagessen besteht z. B. aus Basmatireis, Krautstiel, Broccoli, Sellerie, Fenchel, Zucchini, die mit kühlenden Gewürzen wie Pitta Churna, Koriander, Kurkuma, Dill zubereitet werden oder Kitchari tasty. Als Beilage ein frischer Blattsalat mit Petersilie. Als Getränk eignet sich Lassi.

 

Zum Abendessen ein Gemüseeintopf, Kitchari oder Reissuppe.

 

Ein Abendspaziergang entspannt und kühlt. Der Pitta-Typ treibt mit Leidenschaft Sport, aber während der Entschlackungstage ist ein gemächlicher Ausflug mit den Langlaufskiern, den Schneeschuhen  oder ein Spaziergang ausreichend, um dem Bewegungsdrang Genüge zu tun.

 

Der Kapha-betonte Typ

kann problemlos Fasten, ohne dass seine Laune in den Keller sinkt. Da er häufig unter Übergewicht leidet, schaden ihm einige Fastentage nicht.
Wichtig ist tägliche Bewegung an der frischen Luft, die ruhig etwas schweisstreibend sein darf. Gern zieht der Kapha-Typ die Gemütlichkeit vor, da er/sie kein besonders begeisterter Sportler ist.

 

Das Frühstück kann ruhig ausfallen, aber wenn der Hunger nagt, sollte gekochtes Obst mit Knäckebrot und ungesüsstem Fruchtaufstrich genügen. Als Getränk sind heisses Wasser mit Ingwer, Honig und Limone und Tees wie Kapha Tee, Brennessel, Löwenzahn, Zitronengras oder Rajas Cup ohne Zucker geeignet.

 

Das Mittagessen besteht z. B. aus Kitchari hot oder gekochten Kartoffeln, Gemüse wie Kohlrabi, Karotten, Spinat, Lauch, Paprika, Chicorée oder Mangold ohne Fett. Dazu ein kleiner Blatt- oder Rettichsalat mit Petersilie und Schnittlauch als Beilage mit sehr wenig Olivenöl.

 

Zum Abendessen reicht eine dünne Gemüsesuppe, Kitchari oder Reissuppe.

 

Tipp: Rettich ist ein natürliches Antibiotikum. Dieses Gemüse verringert die Bakterien im Darm, die der Gesundheit schaden können und ist dem Kapha Typ zuträglich. Rettich hat laut Ayurveda einen positiven Einfluss auf die Darmflora.

 

Wenn Getreide, dann nur Basmatireis oder Gerste, weil alle Getreidesorten mehr oder weniger süss und daher für den Kapha-Typ weniger geeignet sind.

 

Als Gewürze sind Kapha Churna, Ingwer, Nelken, Kardamom, Kümmel, Paprika, Rosmarin, schwarzer Pfeffer, Red hot Curry oder eine Prise Chili sehr empfehlenswert, um die Verdauung anzuregen.

 

Tägliche Bewegung, z. B. Radfahren, Ballspiele oder ein Ausflug mit den Langlaufskiern, ist für den Kapha-Typ ein Muss, nicht nur um das Gewicht zu reduzieren.

 

Tipp: Ölmassagen

Für eine optimale Unterstützung der entschlackenden Massnahmen sorgen ayurvedische Massagen. Bevorzugt werden hierfür solche, die den Abbau von Kapha unterstützen, z. B. mit dem Seidenhandschuh (Garshan) oder mit Vata-, Pitta- und Kapha Massageöl, die zur ganzheitlichen Reinigung eine sinnvolle Ergänzung bilden. Die Garshanmassage aktiviert Stoffwechsel und Kreislauf, befreit die Haut von abgestorbenen Hautschuppen, glättet und strafft sie.