Curcuma longa (Latein)
Gelbwurz, Kurkuma (Deutsch)
Haridra «dass, was die Ausstrahlung der Haut verbessert» (Sanskrit)
turmeric plant (Englisch)

 

Eine Gewürzdose mit Currypulver steht wohl in den meisten Küchenschränken, auch die sonnig gelbe Farbe von Currygerichten ist uns vertraut. Doch das gelbe Pulver, das Auge und Gaumen erfreut, hat bei uns erst seit wenigen Jahren Bekanntheit erlangt. Mittlerweile ist Gelbwurz oder Kurkuma nicht nur als Gewürzpulver im Detailhandel erhältlich, sondern zunehmend auch als frische, kleine Wurzeln in Bioläden oder auf Gemüsemärkten zu finden. Doch nicht nur in der Küche wird Kurkuma immer beliebter. Schon vor über 4000 Jahren wurde diese wichtige Heilpflanze in den Veden beschrieben. Weltweite Bekanntheit hat sie jedoch erst als Bestandteil von Currypulver, das die Engländer aus Indien mitbrachten, erlangt. Als Haridra wird die Pflanze in ganz Indien angebaut und traditionell auch als Färbemittel für Textilien verwendet.

 

Verwandt mit der Ingwerpflanze besitzt auch der Gelbwurz einen mehrjährigen Wurzelstock, woraus eine krautige Pflanze mit spiralig angeordneten Blättern wächst. Gelbe (bei Ziersorten auch attraktiv purpurfarbige Blüten) erscheinen auf einem 15-20 cm hohen Stängel.

 

Verwendung findet die Wurzelknolle, frisch oder getrocknet und pulverisiert.

 

Ayurvedische Eigenschaften

  • Geschmack (Rasa): bitter, scharf
  • Eigenschaft (Guna): leicht, trocken
  • Wirkkraft (Virya): erhitzend
  • Geschmack nach der Verdauung (Vipaka): scharf
  • mentale und spiritelle Wirkung (Sattva, Rajas, Tamas): vermehrt Sattva, vermehrt Ojas (feinste Lebensenergie), stärkt Agni (SToffwechselenergie)
  • Wirkung auf die Doshas: gleicht alle drei Doshas aus

 

Quellen:

Schrott/Ammon: Heilpflanzen der ayurvedischen und der westlichen Medizin, Springer Verlag, 2012

 

Zoller/Nordwig: Heilpflanzen der ayurvedischen Medizin, Narayana Verlag, 1997