Körperübungen sind seit jeher ein wichtiger Teil des Ayurveda, denn sie verbessern die Integration von Körper und Geist. Bewegung vertreibt Schwere und Steifheit, denn Ama (Stoffwechselschlacken) wird verbrannt und die Flexibilität, Leichtigkeit und Beweglichkeit verbessert sich. Der Körper wird straffer, gewinnt mehr Ausdauer und Belastbarkeit.

Laut Ayurveda kommt es aber nicht allein auf die körperliche Stabilität an, sondern auch auf die mentale, intellektuelle und emotionale Widerstandsfähigkeit. Regelmässige Bewegung hilft beim Abbau von Stresshormonen, erhöht die Stressresistenz und hält uns im Gleichgewicht.

 

Sport ist ebenfalls der Verdauung förderlich und wenn im richtigen Verhältnis ausgeführt, hilft er Toxine aus den Geweben zu entfernen.
Sport hat auch einen positiven Einfluss auf die Abwehrkraft, verhindert die Gewichtszunahme, erhöht die geistige Wachheit und verzögert den Alterungsprozess.

 

Respektieren Sie Ihre Grenzen

  • Der ayurvedische Ansatz legt grossen Wert darauf, dass man seine Grenzen respektiert, denn zuviel Bewegung, Überanstrengung oder sogar Schmerzen bringen unseren Organismus genauso aus dem Gleichgewicht wie zu wenig.
  • Ein Übermass an Sport kann Freie Radikale begünstigen wie kürzlich durchgeführte wissenschaftliche Studien gezeigt haben.
  • Überanstrengung resultiert nach ayurvedischer Sicht im Ungleichgewicht von Körper und Geist und schadet mehr als es nützt. Durch Erschöpfung geraten Vata und Pitta aus dem Gleichgewicht - Herz, Kreislauf und Atemsystem sind überfordert und auch die Psyche kann darunter leiden.
  • Unsere Kondition hängt vom täglichen Befinden, vom Körpertyp, vom Alter, der Jahreszeit und vom Wetter ab. Der Ayurveda rät daher nur 50% der zur Verfügung stehenden Energie zu verbrauchen und Sportarten zu wählen, die der eigenen Konstitution, dem Alter und der Jahreszeit entsprechen. Es ist gesünder, täglich eine halbe Stunde zu trainieren als sich 1 – 2mal in der Woche total zu verausgaben.