Rösti – geriebene, knusprig gebratene Kartoffeln – ist eines der bekanntesten Schweizer Gerichte. Auf dem Land bildete Rösti oft die wichtigste Nahrungsgrundlage der körperlich hart arbeitenden bäuerlichen Bevölkerung und kam mindestens einmal täglich auf den Tisch, meist schon zum Frühstück.

Aufgrund ihrer trockenen, leichten und rauen Eigenschaften (Guna) und ihres herben Geschmacks (Rasa) erhöht der Konsum von Kartoffeln das Vata Dosha, mehligkochende mehr als festkochende Sorten.

Bei diesem Rezept ergänzen wir die eher trockenen Kartoffeln mit Süsskartoffeln, Kürbis und Karotten. Auch würzen wir mit einer speziellen Vata-Gewürzzubereitung, die neben Kreuzkümmel etwas Asafoetida und weitere Vata harmonisierende Gewürze enthält. Und da der Ayurveda frisch zubereitete Gerichte empfiehlt, geben wir alle Gemüse (im Gegensatz zum Originalrezept) gleich roh in die Pfanne und geniessen das Gericht schon nach ca. 30 Min. Zubereitungszeit.

 

Zutaten (für 4 Personen als Hauptgericht):

 

Zubereitung:

  1. Alle Gemüsesorten schälen, in grobe Stücke schneiden und an der Röstiraffel oder – noch besser – mittels einer Trommelraffel zerkleinern.
  2. In einer grossen Bratpfanne das Ghee erhitzen und die bunte Gemüsevielfalt hineingeben.
  3. Salz und Gewürzmischung beifügen und mit zwei Bratschaufeln gut vermischen.
  4. Deckel aufsetzen und bei mittlerer Hitze das rohe Gemüse zuerst ca. 10 Min. dämpfen, dabei regelmässig wenden.
  5. Wenn das Gemüse gar ist, Deckel entfernen und die Rösti mit den Bratschaufeln zu einem flachen Kuchen formen.
  6. Wenn die Unterseite hellbraun ist, die Rösti auf einen grossen Teller gleiten lassen und umgekehrt mit etwas Schwung wieder in die Pfanne geben, sodass auch die zweite Seite gebraten wird.
  7. Wenn gewünscht, noch etwas nachwürzen und mit frischen Kräutern bestreuen.

 

Dazu passt:

Da Süsskartoffeln, Kürbisse und Karotten einen leicht süsslichen Geschmack haben, passt zu der «Rösti 4 verdure» ein kleiner Blattsalat mit einem säuerlichen Zitronendressing.

 

Tipp:

Mögen Sie die anregende Schärfe von Ingwer? Pressen Sie dazu eine Bio-Zitrone aus und fügen dem Saft kleingeschnittenen, frischen Ingwer und etwas «Kala Namak» (schwarzes Salz) hinzu. Zugedeckt lässt sich diese Agni-stimulierende Zubereitung 2-3 Tage im Kühlschrank aufbewahren und ist jederzeit bereit, eine Mahlzeit genussvoll zu bereichern.

 

 

Rezept: Verena Amacher