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Für Ihr Verdauungsfeuer: Agni Queen, Bio
Ayurvedisches Highlight: Eisen Rasayana
Erfrischende Hautpflege: Pflegecreme Pitta
Ein Gespräch zum Thema Ayurveda für Kinder mit Carla Kostgeld, dipl. Naturheilpraktikerin Ayurveda-Medizin und zert. Ayurveda-Kindergesundheitscoach.
Schon im Gymnasium wurde mein Interesse für Naturmedizin geweckt. Ayurveda hat mich sofort angesprochen, weil es den Menschen ganzheitlich betrachtet und mit der Weisheit der Natur verbindet. Die Arbeit mit Kindern erfüllt mich besonders: Ihre Unbefangenheit, ihre Präsenz im Moment und ihre Lebensfreude sind einfach ansteckend. Im Ayurveda beginnt Gesundheit nicht erst mit der Geburt, sondern bereits bei der Empfängnis – also mit dem Zustand von Gebärmutter und Spermium. Die frühkindlichen Jahre prägen unser gesamtes System – körperlich, emotional und mental. Deshalb liegt mir die Begleitung von Familien besonders am Herzen.
Ayurveda ist keine starre Heilkunde, sondern lässt sich auch als lebensnahe Philosophie gut in den Alltag integrieren. Besonders bei Kindern sehe ich grosses Potenzial in der Prävention. Ich arbeite vor allem mit den Bereichen Ernährung (Ahara) und Lebensweise (Vihara), weil sie sich ohne Druck gut in den Alltag einbauen lassen. Kleine Veränderungen in den täglichen Routinen können Grosses bewirken. Bei akuten Beschwerden ergänze ich die Behandlung mit Spagyrik oder verweise in die Homöopathie. Auch beim Ayurveda für Kinder geht es darum, die Ursachen zu verstehen und nicht nur Symptome zu behandeln.
Kinder befinden sich in der Kapha-Phase ihres Lebens – sie wachsen und bauen auf. Kapha liebt Struktur, Wiederholung und Geborgenheit. Regelmässige Routinen wie gemeinsame Mahlzeiten, Bewegung und Rituale am Morgen und Abend stärken das Nervensystem und fördern emotionale Ausgeglichenheit.
Über eine ayurvedische Konstitutionsanalyse, bei der ich u. a. Körperbau, Verhalten, Verdauung und Vorlieben beobachte. Ein genaueres Bild ergibt sich meist erst nach der Pubertät, doch Tendenzen lassen sich auch schon früher erkennen.
Kinder sollten warm, frisch und nährend essen. Kapha soll gestärkt, aber nicht überfordert werden (also nicht zu schwer oder zu süss).
Ja, und sie sind unglaublich wohltuend. Die Babymassage kann auch unter Anleitung bei mir erlernt werden. Bei Kleinkindern arbeite ich mit Geschichten und den fünf beschriebenen Elementen des Ayurveda – bei Schulkindern lässt sich bereits die Abhyanga-Massage sanft umsetzen. Massagen sind eine einfache Methode um Ayurveda für Kinder umzusetzen.
Die Kashyapa Samhita, ein klassischer ayurvedischer Text, widmet sich ausführlich der Kinderheilkunde (Kaumarabhritya = Pädiatrie, inklusive Geburtshilfe und Gynäkologie). Mein eigener Schwerpunkt liegt auf der Prävention: Ziel ist es, das Immunsystem zu stärken, die Selbstregulation zu fördern und Beschwerden möglichst frühzeitig zu begegnen.
Bei chronifizierten Erkrankungen ergänze ich die ayurvedische Therapie mit Spagyrik und weiteren naturheilkundlichen Methoden. Schon Kashyapa betonte die zentrale Rolle von Ahara (Ernährung) und Vihara (Lebensweise) – zwei Bereiche, die gerade im Kindesalter besonders kraftvoll wirken können.
Gleichzeitig zeigt meine Erfahrung: Auch ayurvedische Präparate werden von Kindern nicht immer wie erwartet angenommen. Deshalb lege ich grossen Wert auf individuelle, alltagstaugliche Lösungen – mit Feingefühl, kindgerechter Auswahl, heimischen Pflanzen und viel Geduld.
Im Bereich der manuellen Therapie kann Ayurveda auf einen grossen Erfahrungsschatz zurückgreifen – zum Beispiel mit lokalen Anwendungen wie Kati Basti (Teigring-Anwendungen), warmen Auflagen oder Wickeln (Lepa), die sich gut an kindliche Bedürfnisse anpassen lassen.
Ayurveda soll euch im Alltag unterstützen, nicht unter Druck setzen. Ayurveda für Kindern verstehe ich als Einladung zu mehr Achtsamkeit, Gesundheit und Verbindung. Nehmt mit, was für eure Familie stimmig ist – der Rest darf auch mal liegen bleiben.
Carla Kostgeld arbeitet in eigener Praxis in der Stadt Luzern. Sie empfängt Kinder und Eltern zu Erstkonsultationen, Babymassagen und Kindermassagen. Erwachsene begleitet sie bei chronischen Krankheiten und ambulanten Panchakarma-Kuren.
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