Sommer ist Pitta-Zeit

Nach ayurvedischer Auffassung dominiert in den Sommermonaten das Funktionsprinzip Pitta. Pitta wird mit den Elementen Feuer und etwas Wasser assoziiert. In der Natur, und auch in unserem Organismus, erfahren wir im Sommer (in der Regel) heisse Temperaturen und erhöhte Luftfeuchtigkeit. Diese schwülwarme Hitze beeinträchtigt vor allem Menschen mit einer Pitta-Konstitution. Sie fühlen sich im Sommer besonders unwohl und rasch überhitzt. Vata und Kapha Typen sind hitzetoleranter und mögen höhere Temperaturen meist ganz gern. Langandauernde Hitze kann aber zusätzlich eine austrocknende Wirkung haben und Vata erhöhen.

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Eiswürfel und Shrotas

Unsere Massnahmen und Verhaltensweisen haben im Sommer das dringende Ziel, Kühlung zu verschaffen. Wer an einem heissen Sommertag aber zu einem Drink mit Eiswürfeln greift, wird aus verschiedenen Gründen nicht die ersehnte Kühlung erfahren. Genauso, wie wenn wir uns barfuss in einen eiskalten See wagen oder im Winter mit unseren Händen Schneebälle formen, ziehen sich die Gewebe zusammen und verharren eine Weile in «Schockstarre». Nach dem Genuss von Getränken oder Speisen direkt aus dem Kühlschrank ziehen sich die Shrotas (Körperkanäle) unmittelbar zusammen und blockieren wichtige Prozesse wie die Zufuhr von Nährstoffen oder den Abtransport von Schlackenstoffen. Der Konsum von gekühlten Lebensmitteln beeinträchtigt ausserdem die Funktionsweise von Agni. Das Verdauungsfeuer wird eingedämmt oder gar ausgelöscht.

Durch das Trinken von kalten Getränken erhält der Körper zudem das untrügliche Signal, dass äussere Kälte drohe, und die interne Wärmeproduktion sofort angeworfen werden müsse. Daraus resultiert, dass der Körper noch mehr schwitzt als zuvor.

Nachhaltige Kühlung

Selbstverständlich ist auch der Ayurveda darauf bedacht, einen erhitzten Körper und Geist zu besänftigen und zu kühlen. Doch die Vorgehensweisen sind differenzierter und daher nachhaltiger. Kühlung kann einerseits mit dem Faktor Temperatur erreicht werden und andererseits durch die Eigenschaften und Qualitäten von Lebensmitteln.

Die ideale Trinktemperatur im Sommer ist warm oder lauwarm; jedenfalls nie kälter als die Zimmertemperatur. Auch heiss wäre in dieser Jahreszeit unvorteilhaft, Pitta würde dadurch zu sehr erhöht.

Eine hohe Aussentemperatur versucht der Körper durch Schwitzen, also die Verdunstung von Flüssigkeit, auszugleichen. Da er mit dem Schweiss nicht nur Wasser, sondern auch Mineralsalze verliert, ist es wichtig, genügend zu trinken und allenfalls auch Salz zuzuführen. Besser als grosse Mengen auf einmal zu trinken, ist es, dem Organismus schluckweise über den ganzen Tag hinweg regelmässig Flüssigkeit zuzuführen. Da Alkohol und koffeinhaltige Getränke stark Pitta erhöhend sind, sollten sie besonders im Sommer sehr zurückhaltend konsumiert werden.

Virya, die ayurvedische Wirkkraft

Der jahrtausendealte Ayurveda beurteilt eine Pflanze (oder auch Lebensmittel generell) nach verschiedenen Kriterien. Eine davon ist die Wirkkraft (Virya), welche Aufschluss darüber gibt, ob die Pflanze «erhitzend» oder «kühlend» ist. Somit spielt auch Virya eine bedeutende Rolle bei der Klassifizierung von Getränken und Speisen. So hat beispielweise Pfefferminze eine kühlende Wirkung und wird daher im Orient gerne als stark gesüsster Tee genossen.

Das Wissen über die Wirkkraft (Virya) einer Substanz ist im Laufe der Jahrtausende in traditionelle ayurvedische Rezepturen eingeflossen. So ist es z.B. möglich, dass der «Pitta Tee, Bio» von Maharishi Ayurveda kühlt, auch wenn seine Trinktemperatur warm ist.

«Pitta Tee, Bio»

«Pitta Tee, Bio», ein ayurvedischer Kräuter- und Gewürztee in Bio-Qualität, hat ganzheitlich ausgleichende, besänftigende und kühlende Eigenschaften. Seine Inhaltsstoffe sind natürlich süss und gleichen daher das Pitta Dosha aus. Kardamom harmonisiert alle drei Doshas, Süssholz Vata und Pitta, und die lieblich duftenden Rosenblütenblätter wirken kühlend. Zudem unterstützen Ingwer und eine Prise Zimt Agni. Der süsse, feine Geschmack des Tees ist ein Genuss, besonders an heissen Tagen oder um «Hitzköpfe» wieder ins Lot zu bringen.

Auf einen Blick

  • Im Sommer dominiert das Funktionsprinzip Pitta
  • Äussere und innere Hitze verlangen nach ausgleichender Kühlung
  • Eiskalte Getränke und Speisen schwächen Agni
  • Der kalten Getränke kurzer Kühleffekt setzt die Wärmeproduktion noch mehr in Gang
  • Sommerlicher Teegenuss soll lauwarm sein
  • «Pitta Tee, Bio» hat Inhaltsstoffe, die natürlich kühlende Eigenschaften besitzen