«Wehe dem, der je verlor im Kampf des Lebens den Humor» Wilhelm Busch

Im Leben durchlaufen wir unterschiedliche Zyklen und jede Veränderung bringt emotionale und physische Reaktionen mit sich. Entsprechend des persönlichen Zusammenspiels der Doshas und anderer Faktoren manifestieren sich diese Lebensphasen auf sehr individuelle Weise.

Die Jahre der hormonellen Umstellung vor und nach der Menopause mit dem Übergang von der fruchtbaren zur post-menopausalen Phase bezeichnet man als Wechseljahre. Diese stellen einen tiefgreifenden Wandel für jede Frau dar.
Je weniger Hormone gebildet werden (Gestagen und Östrogen), desto unregelmässiger und geringer werden die Monatsblutungen und hören letztendlich ganz auf. Die Menopause tritt normalerweise im Alter von 50-52 Jahren ein.
Die ersten Zeichen der nahenden Wechseljahre (Klimakterium) machen sich in den meisten Fällen in der zweiten Hälfte der Pitta-Phase des Lebens (zwischen 30 und 60 Jahren) bemerkbar. Das Pitta-Dosha schenkt in dieser Lebensphase Fruchtbarkeit und Leistungskraft. Beruf, Familie und soziale Verpflichtungen prägen das tägliche Leben. Bereits ab vierzig können einzelne Menopausen-Symptome auftreten und das Befinden unbemerkt beeinträchtigen. Bei den meisten Frauen verläuft die Übergangsphase nicht ganz reibungslos. Manche verspüren nur geringe Beschwerden, während bei anderen die Lebensqualität und die Gesundheit leiden.

Häufige allgemeine Begleiterscheinungen sind

  • Hitzewallungen – Überreste der zu Ende gehenden Pitta-Zeit
  • Stimmungsschwankungen
  • erhöhte psychische Verwundbarkeit
  • Schlafstörungen
  • Reizbarkeit
  • erhöhter Blutdruck
  • Vergesslichkeit
  • Trockenheit der Schleimhäute
  • Herzklopfen
  • Gewichtszunahme
  • Gelenkbeschwerden
  • Einige dieser Symptome können noch bis zu 2 Jahren nach der Menopause anhalten. Wenn man die ersten Anzeichen erkennt und frühzeitig beginnt, Vorkehrungen zu treffen, kann man die Begleiterscheinungen dieser Veränderung reduzieren und ernste Beschwerden vermeiden.

Jede Frau ist anders

Die einzelnen Symptone treten bei den Konstitutionstypen unterschiedlich auf, wobei man natürlich in Betracht ziehen muss, dass die meisten Menschen eine Mischung der Doshas aufweisen.

Die Vata-Frau in den Wechseljahren

  • leidet oft unter Unruhe, Ängsten und fühlt sich schnell überfordert
  • Blutungen sind unregelmässig, manche Monate gar nicht, dann wieder alle 2 Wochen
  • wichtig ist viel Ruhe, Regelmässigkeit sowie Vata beruhigende Ernährung
  • Ölmassagen besänftigen die empfindlichen Nerven
  • Yoga und Meditation sollten ein fester Bestandteil des Tages sein
  • die Mahlzeiten sollten warm und kräftig sein, fasten ist nicht notwendig
  • Milchprodukte in die Ernährung mit einbeziehen
  • leichten Sport oder Spaziergänge in der Natur ausüben
  • ausreichend Schlaf

 

Die Pitta-Frau in den Wechseljahren:

  • leidet am meisten unter Hitzewallungen
  • wichtig sind kühlende Massnahmen und kühlende Speisen (Gurken, Salat, Zucchini, Äpfel, Birnen, Trauben, Melonen, Mangos)
  • Kaffee und Schwarztee vermeiden
  • scharfe Gewürze und Speisen vermeiden
  • hilfreich sind kühle Getränke (Fruchtsaft, Tee, Mineralwasser), aber nicht direkt aus dem Kühlschrank
  • leichter Sport wie Schwimmen, Radfahren, Abendspaziergänge
  • sich beruflich nicht überfordern, Ruhephasen einplanen
  • nicht nach 20 Uhr essen
  • ausreichend Schlaf
  • Yoga und Meditation nicht vergessen

 

Die Kapha-Frau in den Wechseljahren

  • leidet sehr unter stetiger Gewichtszunahme
  • braucht Motivation und geistige Herausforderungen, um nicht unbeweglich zu werden
  • Ernährung sollte leicht, warm und scharf sein
  • bittere und herbe Gemüse und Gewürze helfen, die Verdauung in Gang zu halten
  • Gerste und Dinkel als Beilage
  • wenig Süsses, Salziges, Saures zu sich nehmen
  • Gerstenwasser oder mit Nelken aufgekochtes Wasser als Getränk gleichen Kapha aus
  • früh aufstehen und viel Bewegung und Sport (Joggen, Radfahren, Aerobics, Ballspiele, Schwimmen, Wandertouren)
  • regelmässiges Fasten und Entschlackungskuren im Frühling sind wichtig
  • seien Sie aufgeschlossen für Neues, z. B. Meditation und Yoga