Beginnen Sie langsam mit dem Training und erhöhen Sie die Leistung allmählich, d.h. entweder die Intensität (z.B. schneller laufen) oder die Dauer (z.B. eine längere Strecke wählen). Richten Sie sich dabei nach Ihrem Wohlbefinden und verlangsamen Sie das Tempo, wenn es unangenehm wird. Die Regelmässigkeit der Atemfrequenz bestimmt den Erfolg des Trainings.

  • Die tägliche körperliche Betätigung sollte im Rahmen der Tagesroutine durchgeführt werden, vorzugsweise in der Kapha-Periode des Tages (6.00 – 10.00 Uhr). Der Körper hat zu dieser Zeit viel Kraft und Ausdauer und man erhält auf diese Weise Energie für den Tag. Wenn man erst spät am Tag trainiert, kann der Schlaf darunter leiden, deshalb ist ein gemütlicher Spaziergang am Abend verträglicher.
  • Zwischen 10 und 14 Uhr ist Pitta-Zeit und das Verdauungsfeuer hoch, daher ist Sport zu dieser Zeit nicht empfehlenswert. Auch in der sommerlichen Mittagshitze sollte man keinen Sport treiben.
  • Sportliche Aktivitäten mit vollem oder auch leerem Magen sind nicht empfehlenswert. Vor dem Morgentraining kann man einen gedünsteten Apfel oder einen leichten warmen Getreidebrei essen.
  • Nach dem Mittagessen mindestens 2 Stunden warten, bevor man mit dem Training beginnt. Gegen einen Verdauungsspaziergang ist jedoch nichts einzuwenden.
  • Wärmen Sie sich vorher ausreichend auf.
  • Atmen Sie durch die Nase - fällt dies schwer, verlangsamen Sie das Tempo. Muss man durch den Mund nach Luft schnappen, überfordert man das Herz, den Kreislauf und die Lungen.
  • Idealerweise trainiert man ohne Ablenkung von Musik aus dem Kopfhörer, weil sie Körper und Geist voneinander trennt und man nicht auf die inneren Signale hören kann. Wenn Sie nicht auf Musik verzichten wollen, wählen Sie Rhythmen aus, die die Integration von Körper und Geist fördern.
  • Es geht beim Sport um die einheitliche Entwicklung von Körper und Geist und nicht darum, sich zu Höchstleistungen zu zwingen.
  • Eine ausreichende Regenerationsphase ist sehr wichtig für den Körper, um sich zu erholen und wieder Kräfte sammeln zu können. Kühlen Sie sich nach dem Training ab und machen Sie 5 – 10 Min. Pause und danach einige Dehnübungen, die aus Yoga Asanas bestehen können.
  • Frauen sollten während der Menstruation, der Schwangerschaft und einige Zeit nach der Geburt eines Kindes auf Sport verzichten. Empfehlenswert sind Rückbildungsgymnastik und Yogaübungen.

Achten Sie auf Ihre Kondition und teilen Sie Ihre Kräfte ein!

Geeignete Sportarten für die verschiedenen Konstitutionstypen:

(dies sind allgemeine Richtlinien, denn jeder Geist-Körper-Typ kann jede Sportart meistern. Ausnahmen bestätigen die Regel)

 

Für Vata-Typen leichtere Sportarten: Badminton, Fahrradfahren, Fechten, Walking, Golf, Gymnastik, Yoga, Hochsprung, Klettern, Joggen, Reiten, Rudern, Tanzen, Fitness, Schlittschuhlaufen, Schwimmen, Ballspiele, Tennis.

 

Für Pitta-Typen: Aerobics, Ballspiele (Basketball, Fuss- und Handball), Tennis, Bodybuilding, Bowling, Fahrradfahren, Fechten, Golf, Reiten, Rudern Schwimmen, Surfen, Skifahren, Mountainbike, Laufen, Kampfsport, Klettern, Tanzen.

 

Kapha-Typen brauchen im Winter und Frühling intensiveres Training. An heissen Sommertagen nur früh morgens und leichter trainieren.
Aerobics, Basketball, Krafttraining, Bowling, Fahrradfahren, Fussball, Golf, Kampfsport, Kugelstossen, Langstreckenlauf, Mountainbike, Rudern, Schwimmen, Tennis, Schlittschuhlaufen, Wandern.

 

Yogaübungen sind ebenfalls eine sehr wohltuende Art, den Körper zu bewegen, da sie für jedes Alter gut geeignet sind. Die Doshas werden im Gleichgewicht gehalten, die Muskeln sanft gestärkt und der Körper im Ganzen jugendlich erhalten. Besonders im Sommer helfen Yoga Asanas in der Hitze des Alltags Ruhe zu bewahren und das innere Gleichgewicht nicht zu verlieren. Yogaübungen dienen dazu, mögliche negative Auswirkungen vieler Sportarten wie Gelenk-, Bänder-, Muskel- und Sehnenprobleme auszugleichen und Verletzungen vorzubeugen.