Name

Deutsch: Schwarzkümmel
Latein: Nigella sativa Linn.
Sanskrit: upakuncika, karavi, krsnajiraka
Hindi: kalonji

Schwarzkümmel ist in vielen historischen Schriften erwähnt, so z.B. in der Bibel. Die schwarzen Samen wurden aber auch im Grab des ägyptischen Pharaos Tutanchamun gefunden und Hippokrates hat die vielen positiven Eigenschaften beschrieben. Prophet Mohammed meinte, dass Schwarzkümmel eine gute Medizin sei für jede Krankheit ausser dem Tod. Aber auch wissenschaftliche Studien der Neuzeit weisen auf seine ausserordentlichen Wirkungen hin.

Nigella sativa ist ein einjähriges, 30-60 cm hohes Kraut. Es ist leicht behaart und bringt weisse Blüten hervor, welche an den Spitzen eine grünliche oder blaugraue Färbung aufweisen. Die Samen der Früchte sind schwarz und es können entweder die getrockneten Früchte, die getrockneten Samen oder das aus den Samen gewonnene Öl genossen werden.

Der Geschmack (Rasa) der Samen ist scharf-bitter und die Eigenschaft (Guna) wird als leicht und trocken beschrieben. Schwarzkümmelsamen beruhigen wegen ihrer erwärmenden Gesamtwirkung Vata und reduzieren gleichzeitig durch den scharf-bitteren Geschmack Kapha. Dies hat jedoch zur Folge, dass sie Pitta vermehren.

Man verwendet Kalonji, indem man die die Samen in Ghee oder trocken anröstet, damit sich das Aroma entfaltet. Es schmeckt etwas nussig nach Sesam, Kreuzkümmel sowie nach Bohnenkraut und eignet sich zum Würzen von Gemüsegerichten, im Brotteig oder als Brotaufstrich.

Hinweis

Während der Schwangerschaft sollten Sie auf Kalonji verzichten. In Indien wird die Pflanze traditionell nämlich nicht nur wegen ihrer entzündungshemmenden, blutzuckersenkenden und schmerzstillenden Wirkung geschätzt, die Samen werden auch als Wehenmittel eingesetzt.

Quelle

Schrott und Ammon
Heilpflanzen der ayurvedischen und westlichen Medizin
Springer Verlag

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