• Essen Sie gesund und ausgewogen, berücksichtigen Sie Ihre Doshas.
  • Alle sechs Geschmacksrichtungen sollten in einer Mahlzeit enthalten sein. Dabei spielt die Menge der einzelnen Geschmacksrichtungen keine Rolle. Sie dienen dazu, dem Körper die nötigen Informationen zum Aufbau seiner Elemente zu geben.
  • Kaufen Sie frische, möglichst biologische Nahrungsmittel, frisches, saisonales Gemüse und Obst, am besten aus der Region.
  • Rohkost und Salat sollten am besten nur als Beilage genossen werden.
  • Trinken Sie zum Essen schluckweise warmes Wasser, keine Milch oder kalte, kohlensäurehaltige Getränke aus dem Kühlschrank.
  • Kochen Sie mit Sorgfalt und Liebe und richten Sie die Gerichte appetitlich an. Ein schön gedeckter Tisch ist eine zusätzliche Augenweide, die den Genuss noch erhöht.
  • Essen Sie nicht zu viel, so dass Trägheit und Müdigkeit die Folge sind. Man sollte sich nach dem Essen voller Energie und Tatendrang fühlen.

 

Vermeiden Sie:

  • industriell hergestellte Fertiggerichte
  • tiefgekühlte Lebensmittel
  • weisses Mehl und weissen Zucker
  • aufgewärmtes Essen (besonders mit der Mikrowelle)
  • grosse Mengen Hartkäse
  • zu viele starke Stimulantien wie Alkohol und Kaffee
  • kohlensäurehaltige Getränke
  • Geschmacksverstärker wie Glutamat
  • gentechnisch veränderte Nahrungsmittel

 

Der Wanderung der Sonne über den Himmel entsprechend, folgt auch unser Agni (Verdauungsfeuer) einem bestimmten Tagesrhythmus. Nach diesem kosmischen Plan empfiehlt sich auch die Einnahme der Mahlzeiten.

Das Frühstück – zwischen 6 und 10 Uhr morgens (Kapha Zeit) –  sollte leicht und warm sein.

Das Mittagessen – zwischen 12 und 14 Uhr (Pitta Zeit) – ist die Hauptmahlzeit des Tages. Gemüse, Reis oder Pasta, Dal, Lassi und ein kleiner Salat stillen den Hunger. Anstelle von Öl und Butter nehmen Sie Ghee zum Kochen. Es gibt allen Gerichten einen sehr feinen Geschmack und regt Agni an.

Ein kleiner Snack am Nachmittag kann aus reifen Früchten, Obstsaft oder aus Tee und etwas Süssem bestehen.

Am Abend verzichtet man auf schwere Kost und beendet das Abendessen, das idealerweise aus einer Gemüsesuppe oder einem Kitchari (Rezept siehe unten) besteht, mindestens drei Stunden bevor man zu Bett geht. Brot, Butter, Käse, Wurst und kalte Salate sind abends sehr schwer verdaulich und daher nicht empfehlenswert.

  • Essen Sie regelmässig, um Agni konstant aufrecht zu erhalten und nehmen Sie die nächste Mahlzeit erst ein, wenn die vorherige verdaut ist.
  • Nehmen Sie sich genügend Zeit zum Essen und vermeiden Sie dabei hitzige Diskussionen.
  • Essen Sie nicht im Stehen und bleiben Sie nach der Mahlzeit noch einige Minuten sitzen.

Quelle: Ayurvedische Ernährung, Tamara Köhler; Ayurveda Handbuch der Energietypen, Jutta Mattausch; AyurvedaJournal, Ralph Steuernagel