Elettaria cardamomum (Latein)
Kardamom, Malabarkardamome (Deutsch)
Ela, suk (Sanskrit)

Kardamom gehört wie Ingwer und Kurkuma zu den Ingwergewächsen (Zingiberaceae). Das mehrjährige Kraut mit seinen zahlreichen länglichen, grünen Blättern weist eine Höhe von 2 - 3 Metern und mehr auf. Unter dem Erdboden wächst ein stark bewurzeltes Rhizom.

Die Heimat von Elettaria cardamomum liegt in Südindien und Sri Lanka, wo diese beliebte Pflanze bis auf eine Höhe von 1500 m.ü.M. angebaut wird.

Für den Gewürzschrank und für medizinische Zwecke interessant sind die auch bei uns zunehmend beliebten grünen, kleinen Kapseln mit den darin verborgenen dunklen, aromatischen Samen. Die Schoten werden kurz vor der Reife gepflückt, damit sie in noch geschlossenem Zustand getrocknet und anschliessend weiterverarbeitet werden können.

Das süsslich-scharfe Gewürz wird als Kapseln, als ganze Samen oder gemahlen angeboten.

Nicht nur in der ayurvedischen Küche, sondern auch als Zutat von weihnachtlichen Gewürzmischungen findet Kardamom seine Liebhaber. Und als raffinierte Zutat in einer Tasse Kaffee kann eine Prise Kardamom die unvorteilhaften Wirkungen des Koffeins weitgehend neutralisieren.

Ayurvedische Eigenschaften:

  • Geschmack (Rasa): scharf, süss
  • Eigenschaft (Guna): leicht, trocken
  • Wirkkraft (Virya): kühlend
  • Geschmack nach der Verdauung (Vipaka): süss
  • Mentale & spirituelle Wirkung: vermehrt Sattwa
  • Vermehrt Ojas (feinste Lebensenergie)
  • Stärkt Agni (Stoffwechselenergie)

Wirkung auf die Doshas:
Verringert alle drei Doshas

 

Quellen:
Schrott/Ammon: Heilpflanzen der ayurvedischen und der westlichen Medizin, Springer Verlag
Zoller/Nordwig: Heilpflanzen der ayurvedischen Medizin, Narayana Verlag