Centella asiatica(Latein)
Wassernabelkraut, asiatischer Wassernabel (Deutsch)
Mandukaparni (Sanskrit)
Gotu Kola (Singalesisch)

 

Mandukaparni, die kleinen unscheinbaren Blättchen dürfen sich laut Ayurveda einer beruhigenden, nerven-, aber auch verdauungsstärkenden Wirkung rühmen. Gelegentlich wird Mandukaparni, auch bekannt als Gotu Kola, mit der Heilpflanze Brahmi (Bacopa monnieri) verwechselt, da beide die deutsche Bezeichnung «Wassernabel» tragen. Beide Pflanzen haben eine ähnliche Wirkung.

 

«Wassernabel» deutet auf den Lebensraum dieser Pflanze hin, gedeiht sie doch an feuchten Standorten (Flussufer, Ränder von Reisfeldern) in Indien, Sri Lanka, Madagaskar, China, bis auf eine Höhe von 600 m.ü.M. Als ausdauerndes Kraut wächst sie kriechend, ihre rundlichen oder nierenförmigen Blätter stehen auf langen Stielen. Mandukaparni bedeutet «mit Blättern wie ein Frosch». Die kleinen roten oder weissen Blüten entwickeln sich zu oval- bis kugelförmigen Früchten. Im Ayurveda wird die ganze Pflanze oder nur die Blätter verwendet.

 

Ayurvedische Eigenschaften

  • Geschmack (Rasa): bitter, herb, süss, scharf
  • Eigenschaft (Guna): leicht
  • Wirkkraft (Virya): kühlend
  • Geschmack nach der Verdauung (Vipaka): süss
  • Sonderwirkung ( Prabhava ): hirntonisch, Intelligenz verbessernd
  • Mentale & spirituelle Wirkung (Sattva, Rajas, Tamas): vermehrt Sattva, vermehrt Ojas (feinste Lebensenergie), stärkt Agni (Stoffwechselenergie)
  • Wirkung auf die Doshas: gleicht alle drei Doshas aus

 

Quellen:
Schrott/Ammon: Heilpflanzen der ayurvedischen und der westlichen Medizin, Springer Verlag, 2012

 

Zoller/Nordwig: Heilpflanzen der ayurvedischen Medizin, Narayana Verlag, 1997