Cinnamomum camphora (Latein)
Kampferbaum (Deutsch)
Karpurah (Sanskrit)

 

Der Kampferbaum stammt ursprünglich aus den Küstengebieten Ostasiens. Von dort wurde der immergrüne, bis 50 m hohe Baum auch in anderen Kontinenten eingeführt. Aus dem aufrechten Stamm wachsen viele knorrige und verzweigte Äste, welchen Büschel kleiner weisser Blüten entspringen. Diese duften aromatisch süss.

 

Bei dieser Pflanze wird mittels Wasserdampfdestillation aus dem Holz der 50 bis 60 Jahre alten Bäume natürlicher D-Kampfer (Japan-Kampfer) und Kampferbaumöl gewonnen. Aus dem ätherischen Öl scheidet sich bei Zimmertemperatur der feste Bestandteil des Kampfers, ein weisses, krümeliges Pulver aus weichen Kristallen, ab. Ein unverwechselbarer, scharfer, eukalyptusartiger Geruch, den wir von verschiedenen Arzneimitteln, Erkältungspräparaten, Sportsalben etc. kennen, erfrischt den Geist und öffnet die Sinne.

 

In Indien wird Karpurah bei religiösen Zeremonien zur Reinigung der Atmosphäre verwendet.

 

Ayurvedische Eigenschaften

  • Geschmack (Rasa): bitter, scharf, süss
  • Eigenschaft (Guna): leicht, scharf, spitz
  • Wirkkraft (Virya): kühlend
  • Geschmack nach der Verdauung (Vipaka): scharf
  • Mentale & spirituelle Wirkung (Sattva, Rajas, Tamas): vermehrt Sattva
  • Stärkt Agni (Stoffwechselenergie)
  • Wirkung auf die Doshas: verringert Vata und Kapha
  • unerwünschte Wirkungen: Äusserlich angewendet kann Kampfer bei empfindlichen Menschen zu Hautreizungen, Brennen und Entzündungen führen.

 

Quellen:

Schrott/Ammon: Heilpflanzen der ayurvedischen und der westlichen Medizin, Springer Verlag, 2012

Zoller/Nordwig: Heilpflanzen der ayurvedischen Medizin, Narayana Verlag, 1997