Einen wichtigen Bestandteil der Therapien im Ayurveda bilden die Yoga Asanas (asana = Sitz, bequeme Stellung).
Yoga und Ayurveda stammen aus der gleichen Quelle, dem traditionellen System der vedischen Gesundheitslehre. Yoga bewirkt Ausgeglichenheit im Geist, in den Emotionen und im Bewusstsein.
In den Yoga Sutras wird Yoga der «ruhende Zustand» des Geistes genannt, was soviel bedeutet, dass derjenige, der im Selbst verankert ist, als vollkommen gesund bezeichnet werden kann. Das Ziel des Ayurveda und von Yoga ist somit identisch, denn Yoga bedeutet Einheit – der Zustand der vollkommenen Integration von Geist, Körper und Bewusstsein.

Yoga hat die westliche Welt im Sturm erobert und ist einer der am schnellsten wachsenden Zweige der Fitness-Industrie. Trotzdem sind viele Menschen immer noch der Meinung, dass es sich einfach um eine sanftere Art des Körpertrainings handelt. Yoga ist weit mehr als das. Er ist eigentlich Teil eines ganzheitlichen philosophischen Systems, das aus acht Gliedern besteht, daher der Name Ashtanga Yoga.

  • Das Ziel von Yoga ist, den Geist zu stärken und ihn mit Atma, dem Selbst, zu verbinden
  • den Körper von Stress zu befreien
  • eine gute Vorbereitung für die Meditation zu bewirken
  • die Verdauung zu verbessern
  • den Körper zu verjüngen
  • alle drei Doshas auszugleichen
  • den Körper von Schlacken zu befreien

Yoga möchte die Klärung der «nadis» (Kanäle im Körper) durch verschiedene Körperübungen erreichen. Dies ist  auch ein Anliegen des Ayurveda, wobei mehr der therapeutische Effekt der Yogaübungen im Vordergrund steht. Sie können der individuellen Konstitution angepasst werden:

  • Bewegungen vorwärts gleichen Pitta aus
  • Bewegungen rückwärts sind erwärmend und daher gut für Vata
  • Drehübungen sind gut geeignet für Kapha.

Yoga und Ayurveda gehen Hand in Hand und daher ist es von Vorteil, die ayurvedischen Prinzipien bei der Ausübung von Yoga zu berücksichtigen, da sonst leicht die Tendenz besteht, Hatha Yoga nur als reine körperliche Übung zu betrachten.

 

Der Sonnengruss

Der Sonnengruss ist eine Abfolge von zwölf Beuge- und Streckübungen, bei der Atem und Bewegung miteinander verbunden sind. Normalerweise wird bei der Ausübung von Yoga die Ruhe und Stille betont, ohne spezifische Atemanweisungen.

Der Körper fliesst geschmeidig und weich von einer Yogaposition in die nächste und erzeugt eine innere Wärme, die die Muskeln geschmeidig werden lässt, das Nervensystem ausgleicht und die Körperzellen mit Sauerstoff und Energie versorgt. Der Körper wird sanft gedehnt und gekräftigt. Alle Körperteile werden gleichermassen erfasst, regeneriert und verjüngt.

Den Sonnengruss sollte man langsam ausüben und bewusst tief durch die Nase atmen. Richten Sie die Aufmerksamkeit auf jede Dehnung und gehen Sie nur soweit, wie es angenehm ist.
Halten Sie die Knie geschmeidig und leicht gebeugt. Bei der Kobrastellung die Rückenmuskeln benutzenund nicht die Arme, um sich hochzudrücken.
Lassen Sie den Atem die Geschwindigkeit der Ausführung bestimmen. Der Sonnengruss ist eine gute Übung zum Aufwärmen und Abkühlen beim Yoga oder beim Sport. (siehe Artikel: Tipps für effektives Training)
Eine Anleitung für den Sonnengruss zum Ausdrucken finden Sie hier >>>