»Gandharva-Veda Musik ist die ewige Musik der Natur, die auf allen Ebenen der Schöpfung klingt, auf der Ebene der kleinsten Teilchen bis hin zum riesigen, sich unaufhörlich ausdehnenden Universum. Gandharva Veda ist die Grundlage aller Ordnung und Harmonie in der Natur, deshalb hat er diese äusserst harmonisierende und integrierende Wirkung.«
Maharishi Mahesh Yogi

Der Gandharva-Veda ist ein Teil der vier Veden und wird als Upa (Neben)-Veda von Sama-Veda bezeichnet und umfasst eine theoretische Abhandlung über Musik und die darstellenden Künste.
Der Gandharva-Veda basiert auf Melodien, die Ragas genannt werden. Jeder Raga hat eine eigene Struktur, die festgelegte Elemente mit unendlichen Variationsmöglichkeiten verbindet. Dies erlaubt dem Musiker, alle Feinheiten der zur jeweiligen Tageszeit vorherrschenden Schwingung auszudrücken. Mit bestimmten Grundtönen lassen sich verschiedene Stimmungen und Emotionen (rasa) beschreiben wie Freude, Liebe, Festlichkeit, Besinnlichkeit, Frieden oder Furcht und Kummer. Jeder Raga basiert auf einer der zehn Grundtonleitern, Thaat (=Zeitzyklus) genannt. Dieser bestimmt die Noten, die im jeweiligen Raga verwendet werden dürfen. Ein Raga besteht aus mindestens fünf und höchstens sieben Tönen (svara) im Rahmen einer Oktave, die aus einer siebenstufigen Skala gewonnen werden. Da das Ideal der klassischen indischen Musik die Stimme ist, werden nicht mehr als zweieinhalb bis drei Oktaven verwendet.

Die älteste bekannte Schrift über die indische Musik und Bühnenkunst ist die Natyashastra von Bharati Muni, die vor circa 2000 Jahren entstand. Im 13. Jahrhundert folgte eine Zusammenfassung aller Werke der klassischen indischen Musik, das Sangitaratnakara von Sharngardeva, der sich mehrheitlich mit der spirituellen Seite der Musik befasste, mit den Schwingungen auf der feinsten Ebene des Bewusstseins. Die Begriffe Raga und Thaala werden darin erstmals genannt und die Musikstücke bestimmten Tages- und Jahreszeiten zugeordnet.
Gandharva Musik soll demzufolge eine von den Göttern bevorzugte, streng festgelegte Musik sein, die als Opfergabe angesehen wird und die Götter erfreuen soll. Das Wissen, wann welches Raga gespielt werden kann, basiert auf den wechselnden Frequenzen in der Natur, den Tages- und Jahreszeiten. Die Schwingungen in der Natur wechseln laut Gandharva Veda alle drei Stunden während des Tages und werden Praharas genannt. Vom Beginn des Tages bis Mitternacht gibt es acht Praharas, zu denen die passenden Ragas gespielt werden.
Gandharva Musik verwendet neben weiblichen und männlichen Vokalisten eine Vielzahl von traditionellen Instrumenten - Blasinstrumente wie Bambusflöte und Shenai, Saiteninstrumente wie Sitar, Santur, Sarod und Sarangi und natürlich die Tabla (Doppelfelltrommel). Das Tabla-Spiel untermalt den Rhythmus und besteht aus 16 Tönen, die vom Künstler meisterhaft in zahlreichen Improvisations-möglichkeiten der jeweiligen Komposition angepasst werden.

Am besten hört man diese Musik mit geschlossenen Augen, entweder sitzend oder liegend. Auch wenn man nicht zu Hause ist, kann Gandharva Musik leise gespielt werden und eine ausgeglichene, friedliche, harmonische Atmosphäre im eigenen Heim schaffen.

Wählen Sie aus dem umfangreichen Sortiment an Gandharva Veda CDs ein Musikstück für eine bestimmte Tageszeit aus oder eines, das zu jeder Zeit gehört werden kann wie das Regen Raga, die Melodien für Festlichkeiten oder Liebe und Glück. Fühlen Sie sich – im wahrsten Sinne des Wortes – im »Einklang« mit der Natur.
Hörproben sind auf der Webseite verfügbar.