Die Doshas – Vata, Pitta und Kapha – nehmen im Ayurveda eine wichtige Rolle ein. Sie sind die grundlegenden Funktionsprinzipien, die in den äusseren Phänomenen wirken und auch unsere eigene Natur durchdringen und formen.

 

Sie beschreiben die gesamte Persönlichkeit eines Menschen und sind in jedem von uns mit unterschiedlichen Anteilen vorhanden. Die individuelle Verteilung der drei Doshas prägt die Merkmale unserer Persönlichkeit, unsere Vorlieben und Abneigungen, unsere Stärken und Schwächen.

Unsere Gesundheit beruht auf der Erhaltung und Wiederherstellung des Gleichgewichts dieser drei Grundprinzipien. Entsprechend des persönlichen Zusammenspiels der Doshas und anderer Faktoren manifestieren sie sich auch in den Jahreszeiten auf sehr individuelle Weise.

 

Frühlingszeit – Kapha-Zeit

Im Frühling dominiert das Kapha-Dosha (Strukturprinzip). Kapha verleiht dem Körper Festigkeit und Stabilität und hält den Flüssigkeitshaushalt im Gleichgewicht. Ihm werden die Elemente Wasser und Erde zugeordnet.

"Frühjahrsmüdigkeit ist in der Kapha-Zeit häufig ein Begleiter"

Es ist schwer, dicht, feucht, kalt, ölig, süss, schleimig, träge. Feuchtes, kaltes Wetter wie häufig im April können Schnupfen und Husten verursachen. Auch die Frühjahrsmüdigkeit ist in dieser Zeit eine häufige Begleiterscheinungen.

Personen, die bereits viel Kapha in ihrer Konstitution haben, sollten in dieser Jahreszeit besonders auf ihre Ernährung achten. Geeignete Verhaltens- und Ernährungstipps helfen dabei, Kapha auszugleichen und die Trägheit zu überwinden. Leichte, frisch gekochte und mit scharfen, bitteren, trockenen, herb und zusammenziehenden Kräutern abgerundete Mahlzeiten sind zu bevorzugen. Zucker, Milchprodukte, zu ölige und schwere Mahlzeiten sollten in dieser Zeit reduziert werden. Früh aufstehen und regelmässige sportliche Betätigung bringen Schwung und Lebensfreude.

 

Im Sommer dominiert Pitta

"Direkte Sonne und zu viel Hitze bekommen dem Pitta-Typ nicht"

Menschen mit Pitta-Dominanz (Stoffwechselprinzip) haben oft eine Abneigung gegen Hitze, denn Pitta ist dem Element Feuer und Wasser zugeordnet. Es regelt die Verdauung und die Körpertemperatur. Direkte Sonne und zu viel Hitze bekommen diesem Konstitutionstyp nicht. Im Sommer und bei schwül-warmen Wetterlagen kann es daher leicht zu einem Übermass an Pitta kommen. Dann besänftigt man das hitzige Gemüt mit kühlen (jedoch nicht aus dem Kühlschrank!) bis lauwarmen Getränken. Die Mahlzeiten nicht zu heiss einnehmen. Geschmacklich sollten bittere, süsse und herbe Speisen verzehrt werden. Ausreichend Freizeit und Sport wirken ausgleichend und entspannend. 

Im Herbst ist Vata-Zeit

Die Elemente des Vata-Dosha sind Raum und Luft (Bewegungsprinzip); verantwortlich für das Nervensystem, die Atmung sowie alle Bewegungsabläufe im Körper. Überwiegt das Vata-Dosha in der individuellen Grundkonstitution, führt kaltes, windiges Wetter zu Unruhe und nervösen Spannungen. Das ist vor allem im Herbst und Winter, aber auch beim Frühlingsanfang der Fall. Gerät Vata-Dosha aus dem Gleichgewicht, dann neigen diese Menschen zu trockener Haut und kalten Händen und Füssen.

"Ayurveda Massagen mit warmem Öl schenken
Körper und Geist Wohlbefinden"

Da das Vata-Dosha die anderen Doshas ebenfalls beeinflusst, ist es wichtig umgehend für einen Ausgleich zu sorgen. Warme Mahlzeiten mit Gewürzen und Kräutern, die die Geschmacksrichtungen süss, sauer und leicht salzig enthalten, stehen auf dem Speiseplan. Massagen mit warmem Öl tun dem Körper gut. Schützen Sie Kopf und Körper mit warmer Kleidung, denn die ersten Sonnentage werden meist von kühlem Wind begleitet. Auch im Herbst weht oft ein kalter Wind, der das Vata-Dosha aus dem Gleichgewicht bringen kann.

Die in den Nahrungsmitteln enthaltenen Informationen haben eine Wirkung auf die Doshas. Leichtere Beschwerden können deshalb oft schon mit einem angepassten Ernährungsplan und geeigneten Verhaltensregeln behoben werden. Aussergewöhnliche Witterungsbedingungen können die Eigenschaften der Jahreszeiten verändern. In diesem Fall orientiert man sich an den tatsächlichen klimatischen Verhältnissen.

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