Interview mit Annica Schmid, Naturheilpraktikerin mit eidg. Diplom in Ayurveda Medizin

 

Guten Tag Annica Schmid, ich freue mich sehr, dass Sie uns etwas Zeit widmen, um einige Fragen zum Thema «Frauengesundheit aus ayurvedischer Sicht» zu beantworten.

Seit 2001 führen Sie eine eigene Praxis für Ayurveda-Medizin in Zürich. Daneben sind Sie Dozentin an der Heilpraktikerschule HPS in Luzern und Prüfungsexpertin für zukünftige Ayurveda Mediziner*innen. Nebst intensiver Studien in Indien haben Sie in Europa eine vierjährige Ausbildung in TEN (traditionelle europäische Naturheilkunde) erfolgreich absolviert, und seit 2015 sind Sie im Besitz des eidgenössischen Diploms als Naturheilpraktikerin im Fachbereich Ayurveda-Medizin.

 

Annica Schmid, was fasziniert Sie an dieser Heilkunde so sehr, dass der Ayurveda zu Ihrer Berufung geworden ist?

Als junge Frau durfte ich die Kraft des Ayurveda in einer kleinen Dorfklinik in Indien kennenlernen. Ich war erstaunt, mit welcher Genauigkeit Diagnosen gestellt und eine Verbesserung der Symptomatik erzielt werden konnte. Viel Freude bereiteten mir auch der wertschätzende Umgang mit den Ressourcen der Natur und das Wissen über deren Wirkung und Kraft. Dazu kamen die wirtschaftlichen Aspekte: Durch sehr einfache Anwendungen, pharmakologische Präparate (in dieser Klinik teilweise selbst hergestellt) und diätetische Massnahmen konnte ich eindrückliche Verbesserungen des Gesundheitszustandes der Patienten beobachten. Eine solche Medizin, die schnell wirkt, Ressourcen schont, effizient und kostengünstig ist, wollte ich unbedingt erlernen.

Der Ayurveda verfügt über diagnostische Werkzeuge, klinisches Wissen und umfassendes Wissen über die Prognose einer Krankheit. Auch wenn dies nicht immer mit der modernen medizinischen Logik erklärbar ist, so sind diese Erkenntnisse sehr differenziert und haben ihre Gültigkeit. Würden die ayurvedischen Ansätze mit den modernen Diagnoseverfahren kombiniert, würde dies die Genauigkeit einer Diagnose erheblich verbessern.

 

Ich vermute, dass die Mehrzahl Ihrer Klienten weiblich ist. Bei welchen, spezifisch weiblichen, Gesundheitsthemen erwarten diese Frauen Hilfe von Ihnen?

Die Frau ist ein sensibles Wesen. Keine Veränderung, weder geistig noch körperlich, entgeht ihr unbemerkt. Die Veden bezeichnen das Glück der Frau daher als Parameter für eine gesunde Gesellschaft.

Die Themenbereiche, weshalb Frauen meine Praxis aufsuchen, umfassen alle Phasen des weiblichen Lebens – von der Pubertät bis zur Menopause. Dazu gehören Beschwerden des menstruellen Zyklus, PMS (prämenstruelles Syndrom), das Thema Fruchtbarkeit und menopausale Beschwerden in unterschiedlichen Ausprägungen. Frauen suchen auch Hilfe bei Endometriose, Myomen und Ovarialzysten. Dazu biete ich ayurvedische Betreuung während der Schwangerschaft, im Wochenbett und während der Stillzeit an.

 

Der monatliche Zyklus mit der regelmässig wiederkehrenden Menstruation prägt das Leben jeder Frau während rund vier Jahrzehnten. Welche Bedeutung hat die Menstruation aus Sicht des Ayurveda?

Bei dieser Frage möchte ich gerne etwas ausholen. Der Ayurveda umfasst 8 Disziplinen, eine davon nennt sich «Kaumarabhritya» und beinhaltet:

  1. Gynäkologie (Frauenheilkunde)
  2. Embryologie (Entwicklungsgeschichte)
  3. Obstetrik (Geburtshilfe)
  4. Pädiatrie (Kinderheilkunde)

In dieser Disziplin sind neben dem Wissen über Krankheiten auch deren Vorstufen aufgezeichnet.

Hier zeigt sich ein grosser Vorteil des Ayurveda: Er verfügt über ein grosses Wissen der Vorsymptome (Purva Rupa), die einer Krankheit vorausgehen. Diese Zeichen sind als Warnsignale einer möglichen, zukünftigen Erkrankung zu verstehen; jedoch noch nicht als eigentliche Krankheit. Laut Charaka sind Purva Rupa «avyakta nakshat», was bedeutet, dass sie unvollständig manifestierte, milde Anzeichen und Symptome einer zukünftigen Krankheit sind. Im Gegensatz zur ayurvedischen Heilkunde werden solche Vorzeichen in der modernen Medizin häufig übersehen oder vernachlässigt. Im Ayurveda hat alles eine klinische Relevanz. Wenn wir die Purva Rupa einer bestimmten Krankheit erkennen können, so lässt sich deren Entwicklung mit geeigneten Massnahmen bremsen oder gar verhindern.

Der Menstruationszyklus ist ein klarer Indikator, wie ausgeglichen die Gesundheit einer Frau ist. Häufig fühlen sich Frauen unwohl und haben Beschwerden, die in der Schulmedizin vernachlässigt werden. Im Ayurveda haben die Dauer der Blutung, die Charakteristik, die Regelmässigkeit und Begleitsymptome der Menstruation eine grosse Wichtigkeit, denn sie erzählen sehr viel über die allgemeine Gesundheit der Frau.

Eine beschwerdefreie Menstruation und eine gesunde Blutung zeigen einen guten Zustand von Rasa (Nährgewebe) und Rakta (Blutgewebe). Das Blut sollte leicht abfliessen, eine leicht dunkelrote Färbung aufweisen, geruchlos und nicht schleimig sein. Blutflecken sollen sich mit kaltem Wasser leicht auswaschen lassen.

 

Von vielen Frauen wird die monatliche Blutung als lästige Einschränkung ihres Alltags empfunden, oftmals verbunden mit Beschwerden wie Stimmungsschwankungen, Erschöpfung, Bauchschmerzen, Gewichtsproblemen etc. Was können Sie uns dazu sagen?

Im Ayurveda hängt alles mit dem zentralen Stoffwechselprinzip Agni zusammen. Während einer Ayurveda Konsultation studiere ich die Symptome einer Frau, bringe sie in Bezug zu den ayurvedischen Eigenschaften und ordne sie der eigentlichen Ursache zu. Jedes Symptom erzählt mir eine Geschichte über die Patientin.

Eine gesunde Frau empfindet ihre Blutung als Segen und regelmässige Reinigung des Körpers. Dies sollte ganz natürlich und ohne Beschwerden geschehen.

Der Ayurveda schenkt uns viel Wissen über das ideale Verhalten vor, während und nach der Menstruation. Eine Frau, die ihren Körper in der Lebensphase der Fruchtbarkeit und Jugend gesund erhält, wird auch die Jahre rund um die Menopause als segensreich erleben. Präventive ayurvedische Ansätze –  eine zentrale Rolle spielen dabei diätetische Massnahmen und die Einnahme hoch effizienter pflanzlicher Präparate, «Rasayanas» genannt, – bewahren die Jugendlichkeit für viele Jahre.

 

Inwiefern spielt die ayurvedische Konstitution eine Rolle? Erfährt eine Frau mit einem vorherrschenden Vata Dosha ihre Menstruation in der Regel anders als ihre beiden Freundinnen, bei denen das Pitta bzw. das Kapha Dosha dominiert?

Die Konstitutionslehre nimmt im Ayurveda eine zentrale Rolle ein. Doch für jede Frau – unabhängig von ihrem individuellen Dosha Typ – ist es möglich, einen beschwerdefreien Zyklus zu erleben. Die Modalitäten wie Dauer der Menstruation, Zykluslänge und Fruchtbarkeitsphase sind je nach ayurvedischer Konstitution unterschiedlich.

Auch die Beschwerdebilder zeigen sich unterschiedlich, je nach angeborener Konstitution und erworbenen Ungleichgewichten der Doshas:

So kann ein aus der Balance geratenes Vata Dosha zu Endometriose, Dysmenorrhöe, Blähungen, Verstopfung und Schlaflosigkeit führen. Eine Pitta Disbalance kann sich in Reizbarkeit, Migräne und Menorrhagie zeigen. Kapha Ungleichgewichte können sich als Gewichtszunahmen, Stauungserscheinungen, Lethargie sowie Neigung zu Zysten, Myomen, Scheidenentzündungen (Hefepilz) äussern.

 

Kommen Frauen auch zu Ihnen in die Praxis, wenn sie sich Kinder wünschen? Gibt es ayurvedische Ansätze, wenn eine Schwangerschaft allzu lange auf sich warten lässt?

Auch hier kann der Ayurveda mit seinem umfassenden Erfahrungswissen Hilfe bieten.

Für Störungen oder eine fehlende Schwangerschaft können unterschiedliche Ursachen verantwortlich sein. Langjährige Einnahme der Pille, falsches Verhalten, unzuträgliche Ernährung, eine Anhäufung von Ama (Stoffwechselschlacken) sowie emotionale Ungleichgewichte kommen dafür in Frage. Synthetische Hormone können die körpereigene Hormonproduktion beeinträchtigen und den natürlichen Zyklus stören. Dies betrifft insbesondere Frauen mit einem dominanten Vata Dosha. Hier kann eine natürliche Hormonsubstitution angezeigt sein.

Die Vorbereitung auf eine Schwangerschaft beginnt laut ayurvedischem Verständnis lange vor der Empfängnis. Beide Eltern bereiten sich auf die Empfängnis vor, indem sie Körper und Geist reinigen und ihre Doshas ins Gleichgewicht bringen. Um Probleme während der Schwangerschaft sowie vor und nach der Geburt möglichst vermeiden zu können, ist es nach ayurvedischer Ansicht essentiell Ama (Stoffwechselschlacken, unverdaute Nahrungsbestandteile) zu entfernen und Agni zu regulieren. Sind die Doshas ausgeglichen und Ama entfernt, dann sind Ojas, Tejas und Prana (feinstoffliche Aspekte der Doshas) stark. Eine tiefgehende Reinigung und Regeneration des Körpers (Panchakarma) und des Geistes (Sattvajaya) sind dafür angezeigt. Eine Panchakarma-Therapie ist eine sehr effiziente und notwendige Massnahme, die ich in meiner Praxis seit einigen Jahren auch in ambulanten Settings anbiete.

 

Zitat:

«Selbst in einer fruchtbaren Frau findet die Empfängnis manchmal erst nach längerer Zeit statt, aufgrund von Defekten in Shukra, Ovum, Diät und Verhalten, sexueller Vereinigung zur falschen Zeit und aufgrund körperlicher Schwäche.»

Sharirasthanam, zit. Nach S. Sena, Bd. 1, 2009:365

 

Neben Beschwerden rund um den Monatszyklus und die Menstruation leiden zahlreiche Frauen unter Zysten, Myomen oder Endometriose. Der schulmedizinische Ansatz beschränkt sich leider oft auf chirurgische Eingriffe, um die Probleme aus dem Weg zu schaffen. Haben Sie, Annica Schmid, mit dem ayurvedischen Erfahrungswissen grundlegendere Methoden zur Verfügung, um diese typisch weiblichen Krankheitsbilder zu behandeln?

Bei Myomen handelt es sich um gutartige uterine Tumore aus glattem Muskelgewebe, die sich aufgrund von Östrogenrezeptoren nach der Menopause wieder zurückbilden. Meistens sind sie asymptomatisch, selten erzeugen sie ein Druckgefühl oder Schmerzen. Je nach Grösse und Lage kann ein Myom auch Metrorrhagien (azyklische Blutungen) verursachen. Die Diagnose wird durch Anamnese, körperliche Untersuchung und Ultraschall gefestigt. Bei starken Beschwerden und Myomen, die mehr als zehn Zentimeter gross sind, kann eine Hysterektomie (Gebärmutterentfernung) in Erwägung gezogen werden.

Bei kleineren Myomen hingegen ist eine ayurvedische Behandlung erfolgsversprechend. Der Ayurveda sieht die Myome als Mamsa vruddhi, eine pathologisch erhöhte Aktivität des Mamsa Dhatus, des Muskelgewebes. Für Mamsa vruddhi ist ein erhöhtes Kapha Dosha verantwortlich. Dafür muss das Kapha Dosha über längere Zeit erhöht gewesen sein und den Stoffwechsel belastet haben. Die ayurvedische Behandlung konzentriert sich auf eine Reduzierung des Kapha Doshas, eine Stärkung von Agni und die Reinigung der Shrotas. Um Blockaden in den Körperkanälen aufzulösen, eignet sich eine Shodana-Therapie (ayurvedische Ausleitungstherapie).

Benigne (gutartige) Tumore und Zysten der Brust und der Ovarien sind fibrotische (durch krankhafte Vermehrung des Bindegewebes) Veränderungen, die in der Regel nicht maligne (bösartig) werden. Im Ayurveda werden die verschiedenen Tumorarten gemäss ihren Dosha-Veränderungen unterschieden und entsprechend behandelt.

Vata-Zysten beispielsweise sind oft schmerzhaft, eher trocken und erscheinen an verschiedenen Stellen im Körper.

Pitta-Zysten sind meist entzündlich, geschwollen und heiss.

Kapha-Zysten bestehen aus subkutanem Fett, sind feucht und geschwollen. Die Kapha Zyste ist die am häufigsten auftretende Zyste in der weiblichen Brust.

 

Gibt es in der Ayurveda Medizin Kräuter und traditionelle Rezepturen, die Sie speziell für den weiblichen Organismus und seine Beschwerden empfehlen? Gibt es solche, mit denen Sie besonders gute Erfahrungen machen?

Der Ayurveda verfügt über eine Vielzahl an Pflanzen, die als Einzelkräuter oder als Bestandteil einer traditionellen Rezeptur verwendet werden (Anm. der Red.: Bei grösseren Gesundheitsproblemen ist es dringend zu empfehlen, eine ayurvedische Fachperson beizuziehen und von einer Selbstmedikation abzusehen.)

 

Shatavari – «die über 100 Männer verfügt» (Asparagus racemosus – wilder indischer Spargel)

Shatavari ist ein klassisches Rasayana, eine eigentliche Frauenheilpflanze. Sie wirkt befeuchtend und kühlend. Vor einer geplanten Schwangerschaft wird sie zur Steigerung der Fruchtbarkeit verwendet. Zudem ist sie antiabortiv und milchbildend. Während der Wechseljahre hilft sie gegen Beschwerden wie Hitze, Schlafstörungen, Trockenheit und Hyperazidität und schützt die Schleimhäute vor Entzündungen. Auch das Nervensystem (Medhya) profitiert von seinen beruhigenden Eigenschaften.

Kontraindikation sind ein erhöhtes Kapha, Tumore, Zysten und Myome.

Gerne verrate ich hier mein Lieblingsrezept für Shatavari-Milch. Diese Milch gilt als Verjüngungsmittel und hilft einen erschöpften Körper wieder zu nähren. Das gleiche Rezept dient auch dazu, die Fruchtbarkeit zu verbessern, eine gesunde Schwangerschaft zu fördern oder nach der Geburt die Laktation (Milchbildung) zu erhöhen.

 

Zutaten:

200 ml Milch oder Pflanzendrink (Mandelmilch, Sojamilch etc.)

4 grosse, weiche Datteln

10 – 12 Mandeln

1 TL Shatavari Churna (Pulver)

 

Zubereitung:

  1. Weichen Sie Mandeln und Datteln separat in Wasser ein (am besten über Nacht).
  2. Schälen Sie die Mandeln.
  3. Geben Sie Milch/Pflanzendrink, Mandeln und entsteinte Datteln in einen Mixer.
  4. Pürieren Sie die Masse, bis sie glatt und cremig ist.
  5. Giessen Sie die Masse in einen Topf und erhitzen Sie sie unter Rühren auf kleiner Flamme.
  6. Fügen Sie das Shatavari Churna hinzu und rühren Sie gut um.
  7. Nehmen Sie das Getränk vom Herd und trinken Sie es warm.

 

Ashvagandha (Withania somnifera – Winterkirsche)

Ashvagandha ist ein klassisches ayurvedisches Rasayana. Es ist nährend, kräftigend, Verdauungskraft (Agni) und Stoffwechsel stärkend, analgetisch (schmerzstillend) und entzündungshemmend, fördert den Schlaf und die Regeneration und hilft beim Umgang mit Stress (adaptogen, medhya). Winterkirsche gilt auch als Aufbaumittel für eine gesunde Muskulatur, stärkt das Immunsystem und wirkt als Aphrodisiakum für eine gesunde Sexualität und Fortpflanzung (vrishya).

 

Tagara (Valeriana wallichii – indischer Baldrian)

Tagara wirkt beruhigend, schmerzlindernd und krampflösend. Diese Pflanze findet Verwendung bei innerer Anspannung, bei Schlafstörungen, psychischen Leiden, Epilepsie sowie bei Impotenz und bei Bluthochdruck, der psychisch bedingt ist.

 

Ashoka (Saraca indica – Ashoka)

Diese ayurvedische Pflanze wirkt schmerzlindernd, astringierend (blutstillend, stuhlbindend etc.). Sie kommt zum Einsatz bei verstärkter Regelblutung, Gebärmutter-Problematiken (Menopause, Krämpfe), Weissfluss.

Mittel bei zu starker Blutung: 1-mal täglich 1 g Ashoka Churna (Pulver) zusammen mit 2-mal täglich 3 g Amalaki Churna (Pulver, für die Blutbildung) und Fenchelsamen-Tee während mindestens drei Monaten einnehmen (wirkt menstruationsregulierend). Ashoka Churna während der Menstruation jeweils aussetzen.

 

Yashtimadhu (Glycyrrhiza glabra – Süssholz)

Süssholz ist ein klassisches Rasayana, medhya, ist milchbildend, wundheilend und analgetisch (schmerzstillend). Es kommt u.a. zum Einsatz bei Erkältungen, ist rachentonisch und auswurffördernd. Vorsicht ist bei Bluthochdruck geboten (Natrium+, Kalium-); bei mehr als 5-6 g täglich ist Süssholz abführend.

Kontraindikation: Ödeme, erhöhtes Kapha.

 

Rezeptur für einen Menstruations-Tee mit einheimischen Pflanzen (bei schmerzhafter, krampfartiger Blutung):

15 g Schafgarbe

15 g Johanniskraut

15 g Frauenmantel

10 g Gänsefingerkraut

Pro Tasse 1-2 TL dieser Mischung mit kochendem Wasser übergiessen und während 10 Minuten ziehen lassen. 2-3 Tassen davon täglich zwischen den Mahlzeiten warm trinken.

 

Verraten Sie uns zum Schluss noch ein paar Tipps und Ratschläge aus dem immensen Erfahrungsschatz des Ayurveda, wie Frauen – ob jung oder schon etwas erfahrener – ihrer Gesundheit Gutes tun können?

Höchstes Gebot im Ayurveda ist die Prävention. Und wenn wir hin und wieder vom gesund erhaltenden Weg abschweifen, so sollten wir uns liebevoll entscheiden, immer wieder zur Quelle der Gesundheit, die ich Selbstliebe nenne, zurückzukehren. Ayurveda ist voll von Selbstachtung und Selbstliebe. Mein Mentor und Ayurveda Guru (Lehrer) sagte einmal zu mir: «Am Anfang fühlt sich dies wie ein Gift an, mit der Zeit wie Nektar; doch wenn du die Resultate deines Verhaltens erfahren hast, möchtest du nie mehr ohne sie leben.»

Wissen Sie, welches die erste Ursache einer Krankheit ist? Es mag Sie überraschen, dass es falsche Entscheidungen sind, die Sie getroffen haben (Prajna aparadha). Dies bedeutet nichts anderes als die Missachtung der Körperintelligenz. Diese Intelligenz, genannt Prajna, ist angeboren. Doch sie ist verletzlich. Wenn Sie das, was Sie aus Erfahrungen gelernt haben, missachten, so verletzen Sie sich und leiden. Die erste Ursache einer Krankheit ist demnach sich selbst zu verletzen, indem man das heutige Verhalten nicht auf gelernten Erfahrungen aufbaut. Dies kann leicht geschehen.

Zehn einfache Schritte, die von Ayurveda und Yoga geprägt sind, könnten Sie dabei unterstützen. Sie geben Ihnen Struktur, um auf Ihren Körper hören zu können. Dies führt Sie zu Ihrem heiligen, wachen, energievollen Leben in Leichtigkeit. Es geht dabei um hilfreiche Unterstützung in den Bereichen Ernährung, Schlaf, Atem, Beziehungspflege und Selbstfürsorge. Schon einfachste Veränderungen der täglichen Gewohnheiten genügen, um Erfolg zu haben. Selbstverständlich immer individuell, entsprechend der persönlichen Dosha Konstitution. Jeder Schritt auf dem Weg zur Meisterschaft zählt!

 

Liebe Annica Schmid, ich bedanke mich herzlich, dass Sie Ihre reiche Erfahrung im Bereich Ayurveda und Frauengesundheit mit uns geteilt haben.

(Dieses Interview wurde schriftlich von Verena Amacher geführt.)

 

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