Pitta geht aus den Elementen Feuer und ein wenig Wasser hervor. Aufmerksame Leserinnen und Leser erkennen bereits hier einen leisen Widerspruch in der Natur von Pitta. Doch davon später. Dem Pitta Dosha werden nach ayurvedischem Verständnis folgende Qualitäten zugesprochen: leicht, ölig, heiss, warm, scharf, flüssig, sauer, bewegend, scharf, ätzend.

Der Hochsommer und der frühe Herbst werden im Ayurveda als Pitta-Zeit bezeichnet: es ist «heiss und feucht». Das Feuerelement drückt sich in der hoch stehenden Sonne aus, die in dieser Jahreszeit heiss vom Himmel brennt. Und ziehen dann noch schwere schwarze Wolken auf, so prallen Feuer und Wasser dramatisch und bedrohlich in einem Gewitter aufeinander. Auch dies ist ein Ausdruck von Pitta.

Im Tageslauf stehen wir von 10.00 Uhr bis 14.00 Uhr sowie von 22.00 Uhr bis 02.00 Uhr im Einfluss von Pitta.

Der Pitta-Typ

Bei allen Menschen sind die Funktionsprinzipien Vata, Pitta und Kapha in unterschiedlichen Kombinationen angelegt. Reine Dosha Typen sind selten, verbreiteter sind Menschen, die zwei ähnlich stark ausgeprägte Doshas aufweisen (Vata-Pitta, Pitta-Kapha, Kapha-Vata etc.) Wenn alle drei Doshas zu gleichen Anteilen vorkommen, sprechen wir vom Tri-Dosha-Typ.

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Begegnet uns ein Mensch mit dominantem Pitta Dosha, so beeindruckt uns zuerst seine raumfüllende Präsenz, seine selbstbewusste und vitale Erscheinung. Er oder sie ist von mittelgrosser, athletischer Statur, hat stechende blaue oder grüne Augen, eine spitze Nase, ein kantiges Kinn und feine, glatte Haare. Pitta Haare sind oft blond, braun, haben einen rötlichen Schimmer oder sind gar orangerot. Auch frühes Ergrauen oder Haarausfall bereits in jungen Jahren treten beim Pitta Typ vermehrt auf. Seine Haut ist hell, empfindlich und bei körperlicher Anstrengung oder emotionaler Erregung schnell gerötet. Auch Muttermale und Sommersprossen können eine Pitta Haut kennzeichnen.

Am leichtesten erkennbar sind Pitta Typen im Frühling: Während sich die schnell frierenden Vata Menschen mit angezogenen Schultern noch lange mit Schal und Mütze zu schützen versuchen und sich die dick eingepackten gemütlichen Kapha Typen auf der Parkbank sitzend an den ersten Sonnenstrahlen erfreuen, geht der hitzige Pitta Typ zügigen Schrittes in T-Shirt und kurzen Hosen zielgerichtet seines Weges.

Weniger wohl fühlen sich diese Menschen mit ihrem hohen Feuer-Anteil ein paar Wochen später im Sommer oder in heissen Regionen. Sie sind sonnenempfindlich und mögen gleissende Hitze oder feuchte Wärme in der Regel gar nicht. Erholung finden sie im Schatten oder im kühlen Wasser.

Herausforderungen aller Art – ob privat, beruflich oder sportlich – der Pitta Typ liebt sie, er sucht und braucht sie sogar!

Er liebt es, sich mit anderen zu messen, ist ehrgeizig, zielstrebig und erfolgsorientiert. Leidenschaft, Organisationstalent, Kampfgeist und Perfektionismus verbinden sich mit Charme, einem brillanten Geist und einer geschliffenen Sprache.  Aufgrund dieser Eigenschaften finden wir Pitta Menschen oft in Führungspositionen und leitenden Funktionen.  Als Ästhet erfreut sich der Pitta Typ ausserdem an Qualität und schönen Dingen. Er ist visuell orientiert, denn der Sehsinn ist dem Pitta Dosha zugeordnet.

Der Ayurveda beschreibt, wie sich ein Dosha im Gleichgewicht zeigt und wie sich Ungleichgewichte äussern. Da Feuer das stärkste Element eines Pitta Menschen ist, gerät dieser bei Einflüssen mit heissem, scharfem und saurem Charakter schnell aus dem Gleichgewicht. Dies mag sich in körperlicher und emotionaler Überhitzung zeigen, in Ungeduld, Kritiksucht, Eifersucht, Ärger und allgemeiner Unbeherrschtheit. Körperlich zeigt sich ein Überschuss an Pitta in Übersäuerung, Durchfall, Störungen von Leber und Galle, Rötungen und Entzündungen aller Art.

Der Pitta Typ und Ernährung

Der Pitta Typ ist typischerweise mit einem guten Appetit und einer starken Verdauungskraft (Agni) gesegnet. In Massen verträgt er auch Rohkost und kühle Lebensmittel. Doch man darf ihn nie aufs Essen warten lassen! Wird sein Hunger nicht sofort gestillt, kann der Hitzkopf ungemütlich werden.

Aus ayurvedischer Sicht wird Pitta durch die Geschmacksrichtungen süss, bitter und herb ausgeglichen.Dazu gehören grüne, bittere und herbe Gemüse wie Gurken, Zucchini, Broccoli, Spargeln, Spinat und Blattsalate. Süsse Gemüse wie Karotten, Kürbis, Süsskartoffeln besänftigen Pitta. Bei den Getreidesorten empfehlen sich Reis, Dinkel oder Gerste.

Gewürze wie Kurkuma, Fenchel, Kardamom, Koriander sowie Minze als Tee oder Küchenkraut sind für Pitta Typen besonders ideal.

Weniger bekömmlich für Menschen mit hohem Pitta Anteil sind heisse, scharfe, saure, salzige und fettige Speisen.

Weitere Tipps, um Pitta zu besänftigen

  • stets auf einen kühlen Kopf bedacht sein
  • sich mit einer «guten» Leistung zufriedengeben (nicht überall ist Perfektion notwendig)
  • sich in der «Hitze des Gefechts» auch einmal zurückziehen dürfen
  • eskalierende Situationen mit Souveränität und Humor entschärfen
  • sich an Gewässern und in kühlen Wäldern aufhalten (besonders im Sommer)
  • sportliche Aktivitäten im Sommer auf den frühen Morgen verlegen
  • die grossartigen Pitta Qualitäten schätzen und klug einsetzen

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