Wenn die Temperaturen im Sommer steigen, nimmt Pitta in der Umgebung zu (Pitta = Stoffwechselpinzip, den Elementen Feuer und etwas Wasser zugeordnet). Da der Körper der natürlichen Tendenz folgt, einen Ausgleich schaffen zu wollen, reduziert er dazu sein inneres Agni (= Verdauungsfeuer). Dies führt zu einer Drosselung der Wärmeproduktion, einer Absenkung des Stoffwechsels und der Reduzierung der Verdauungskraft. Die eigene Erfahrung zeigt: bei Hitze fällt jegliche Aktivität schwerer, und der Appetit ist meist kleiner als in anderen Jahrezeiten.

 

Geben Sie dieser natürlichen Tendenz nach und passen Sie Ihre Ernährung und Ihre Aktivitäen den äusseren Gegebenheiten an. Der Maharishi Ayurveda gibt Ihnen einige praktische Empfehlungen, um auch bei grösster Hitze «cool» zu bleiben.

 

Tagesroutine

Meiden Sie lange, direkte Sonneneinstrahlung – auch im kühlen Schatten wird man braun! Nicht nur «Hitzköpfe» sollten darauf achten, dass der Kopf stets kühl bleibt. Ob luftiges Kopftuch, eleganter Sommerhut oder orientalischer Turban bleibt Ihnen überlassen! Für sportliche Aktivitäten im Sommer gilt: richten Sie sich nach Ihrer Befindlichkeit und verausgaben Sie sich nicht. Schwimmen empfiehlt sich jetzt besonders, genauso wie das Spazierengehen in der Natur. Für die morgendliche Ölmassage verwenden Sie am besten Pitta Massageöl. Für eine angenehm kühle Atmosphäre in Ihrer Wohnung, am Arbeitsplatz oder im Auto sorgen besänftigende Hydrolate wie Pfefferminze, Rosenblüten, Salbei oder Sandelholz.

 

Getränke

Rezept Erfrischungsgetränkt: Lassi

Frischen Joghurt mit Wasser (1 Teil Joghurt und 3 - 4 Teile Wasser) verquirlen, am besten mit einem Mixer. Für ein erfrischendes Lassi geben Sie wahlweise etwas gemahlenen Kardamom, Zimt, frische Pfefferminze oder Rosenwasser und Rohrzucker dazu. Für die salzige Variante verwenden Sie eine Prise Kreuzkümmel, Koriander, Kurkuma, Ingwer und Salz.

 

Trinken ist bei Hitze besonders wichtig, da der Körper wegen des vermehrten Schwitzens viel Flüssigkeit verliert. Kühle Getränke sind für Menschen mit starkem Pitta passend, jedoch besser nicht zu den Mahlzeiten geniessen, da sie die Verdauungskraft schwächen. Ob warm oder kalt, die Auswahl ist vielfältig: Pitta Tee, Raja`s Cup, Pfefferminztee, frische Obstsäfte oder selbstgemachtes Lassi (Joghurt-Getränk). Zum süssen empfiehlt der Ayurveda Sharkara, einen speziell hergestellten, feingemahlenen Kandiszucker aus Zuckerrohr. Er wird als die hochwertigste und gesündeste Zuckerart angesehen und ist Pitta-ausgleichend. Reduzieren Sie nach Möglichkeit auch Pitta-anregende Getränke wie Alkohol, Schwarztee und Kaffee.

 

Ernährungstipps

Salzige, saure, scharfe und sehr heisse Nahrung verstärkt Pitta. Bevorzugen Sie stattdessen Speisen mit den Geschmacksrichtungen süss, bitter und herb, da diese Pitta ausgleichen. Ganz besonders wichtig ist es, nur dann zu essen, wenn Sie wirklich Hunger haben, da die Verdauung auf Sparflamme arbeitet. Achten Sie aus diesem Grund auch darauf, nur in Massen zu essen und auf den persönlichen Sättigungspunkt zu achten. Leicht verdauliche Speisen sind zu bevorzugen: Gemüsesuppen, Reis- und Pasatgerichte, gekochte Gemüsesalate. Salate als Beilagen sind in der heissen Jahreszeit das Richtige. Auch reifes, frisches Obst ist leicht verdaulich und belastet den Körper kaum. Würzen Sie nach persönlichem Geschmack mit Pitta Churna oder Pitta Balance Gewürzmischung und benutzen Sie Ghee (geklärte Butter) oder Kokosfett zum Kochen.

 

Bevorzugen Sie:

Leichte, Pitta ausgleichende Sommergerichte mit Gurken, Zucchini, Kürbis, Karotten, Spargel, Broccoli, Blumenkohl, Salaten, Basmati Reis, Dinkel, Ghee, Hüttenkäse, Lassi, gelbe Mungbohnen, Olivenöl, Kokosöl, geschälte Mandeln, süsse Früchte, Sharkara, frische Gartenkräuter und milde Gewürze (Koriander, Fenchel, Kurkuma, frischen Ingwer in kleinen Mengen, Kardamom, Zimt, Safran).

 

Reduzieren Sie:

Auberginen, Tomaten, Rettich, scharfe Peperoni, Zwiebeln, Knoblauch, Hirse, Roggen, Mais, Buchweizen, Joghurt (wenn nicht als Lassi zubereitet), Quark, Sauermilch, Käse, saure Früchte (Orangen, Grapefruit, Zitronen), Oliven, Cashewnüsse, Honig, Melasse, scharfe und erhitzende Gewürze (Pfeffer, Chili, Anis, Nelken, Kümmel), Salz, Essig, Alkohol, Für Nicht-Vegetarier: rotes Fleisch.