Nicht erst seit Herbert Grönemeyers beliebtem Lied ist bekannt, dass Männer alles können, furchtbar schlau und unheimlich stark sind. Dabei übersehen oder überspielen sie oft den weichen, verletzlichen Kern. Viele Männer achten weder besonders auf die Gesundheit noch auf ihre Ernährung. Beschwerden tun sie als Wehwehchen ab oder sie werden gänzlich verschwiegen.

Während Frauen sich von altem Rollenverhalten verabschiedet haben und neben Hausfrau und Mutter zu sein, auch erfolgreich im Berufsleben stehen können, sind Männer immer noch darum bemüht, echte Kerle zu sein und möglichst männlich und stark zu wirken. Sie wollen auf keinen Fall zu den «Weicheiern, Warmduschern und Softies» gehören. Sie sind ehrgeizig, kreativ und konkurrenzbetont. Körperliche Beschwerden werden als Schwäche angesehen und oft so lange erfolgreich verdrängt bis ein ernsthaftes Gesundheitsproblem entstanden ist. Männer sind privat und beruflich grossem Druck ausgesetzt, den der Körper und die Psyche jahrelang verkraften müssen. Die Aufmerksamkeit und Fürsorge für die Familie, den Beruf und die eigenen Bedürfnisse unter einen Hut zu bekommen, bedeutet oft Stress. Aufmerksamkeit und Einfühlungsvermögen gegenüber anderen kommen oft zu kurz.

Dabei wünschen sich Männer und Frauen ein langes Leben und bis ins hohe Alter gesund und vital zu bleiben. Da Männer recht hilflos sind, wenn es um ihr eigenes Wohl geht, übernimmt in vielen Fällen die Frau oder Freundin die Aufgabe, einen Mann dazu zu bringen, bewusst auf seine Gesundheit und sein Gewicht zu achten. Mit einer umsichtigen, liebevollen Partnerin an seiner Seite, erhöht sich die Lebenserwartung des Mannes nachweislich.

Die Einsicht zur Veränderung eingefahrener Gewohnheiten muss jedoch vom Mann selber kommen. Nur ein Wechsel, der auf der Ebene des Bewusstseins stattfindet, kann von Dauer sein. Ein Weckruf für viele Männer sind neben Bluthochdruck, Diabetes und Koronarer Herzerkrankung, erste Beschwerden mit der Prostata. Die Statistik zeigt, dass Männer ab Mitte Sechzig besonders um die Gesundheit der Prostata fürchten müssen.
Die damit einhergehenden Probleme beginnen jedoch schon viel früher im Leben und sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden.

In den ayurvedischen Texten wird eine ganze Reihe von Ursachen aufgelistet, die zu Beschwerden der Prostata führen können:

  • ein Mangel an Flüssigkeit im Körper, weil während des Tages zu wenig getrunken wird
  • das Unterdrücken des Harndrangs kann ebenfalls die Prostata irritieren
  • zu wenig Bewegung
  • berufsbedingtes langes Sitzen im Büro/im Auto hat einen negativen Einfluss auf Apana Vata, den nach unten gerichteten Fluss des Bewegungsprinzips. Apana Vata ist zuständig für die Ausleitung von Urin und Stuhl, ebenfalls für die Menstruation, die Geburt und den Ischiasnerv.
  • Verschleiss von Shukra-Dhatu durch übermässige sexuelle Aktivität
  • unverträgliche Ernährung, die Ama im Körper erzeugt oder unregelmässige Essgewohnheiten
  • Vata-Dosha nimmt im Alter zu und seine Natur ist trocken, unstet und unregelmässig, was eine schwächere Verdauung zur Folge hat. Dadurch kann sich Ama in den Geweben ansammeln, die Funktion der Prostata beeinträchtigen und das Immunsystem schwächen.